Junghans - Die deutsche Uhr!

Für jede Junghans Uhr gilt: Vom ersten Handgriff über Prüfung der Wasserdichtigkeit bis zu der finalen Endkontrolle begleitet ein Monteur oder ein kleines Team den gesamten Entstehungsprozess und zeichnet sich für jede fertige Uhr verantwortlich. Mit dem Kauf einer Junghans Uhr beginnt eine dauerhafte Partnerschaft. Um Qualität und Leistung aufrecht zu erhalten, bieten Junghans einen professionellen Service. Unter Einhaltung der Qualitätsvorgaben werden Junghans Zeitmesser aller Generationen restauriert und repariert. Weiterlesen


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Am 14. April 1861 gründete Erhard Junghans zusammen mit seinem Schwager die Uhrenbestandteilefabrik „Zeller & Junghans“. Als Standort wurde das Grundstück im Lauterbachtal gewählt. Eine Ölmühle wurde kurzerhand umfunktioniert und trieb bald schon die ersten Produktionsmaschinen an.


Zunächst wurden Komponenten für Schwarzwälder Großuhren wie Holzgehäuse, Bronzeschilde, Zeiger, Glastürchen, Drahthaken, Scharniere und Pendelscheiben hergestellt, erst ab 1866 folgten die ersten eigenen Junghans Uhren.


Im Jahr 1888 ließ Junghans ein neues Markenzeichen eintragen, das klar aussagte: In der Uhren hat ein neues Selbstverständnis Einzug gehalten. Es erschien erstmals der fünfzackige Stern mit dem Buchstaben „J“ in der Mitte. Zwei Jahre später war der Stern, der ein stilisiertes Zahnrad darstellt, achtzackig und enthielt neben der Initiale auch den Rest des Markennamens.

 

Mit 3.000 Beschäftigten, die über drei Millionen Zeitmesser im Jahr herstellten, war Junghans bereits 1903 die größte Uhrenfabrik der Welt. Das Unternehmen betrieb Fabriken und Filialen in ganz Deutschland und sogar in Paris und Venedig. In dieser Zeit profitierte die Region um Schramberg nicht nur von der Größe der Uhrenfabrik, sondern auch von der Entstehung und dem Wachstum diverser Zulieferbetriebe für Werkteile wie Zug- und Spiralfedern, Schrauben und Triebe.

 

Nach dem ersten Weltkrieg ging Junghans neue Wege in der Gestaltung der Arbeitsplätze. Tageslicht für jeden Arbeitsplatz und das im Schwarzwaldtal! Am steilsten Ende des Werkgeländes plante Junghans einen Terrassenbau, der in Stufen den Hang hinaufging. Die schmalen, langen Arbeitsräume waren so konzipiert, dass jeder Arbeitsplatz optimal durch Tageslicht beleuchtet wird, was höchste Präzision in der Fertigung ermöglichte. Der Terrassenbau wurde 1918 fertig gestellt und zum Wahrzeichen der Schramberger Uhrenfabrik.


In den 1930er Jahren begann Junghans selbstkonstruierte und produzierte Werke in Armbanduhren zu verwenden. Die erste Uhr erschien 1936 und wurde vom Kaliber J80 angetrieben. Zusammen mit der B80/2 bildete sie das Herzstück der Uhren mit dem Prädikat "Meister.

Zur genau selben Zeit wurden Gäste bei Junghans auf ganz besondere Weise begrüßt: Junghans steckte junge Mitarbeiterinnen als Werbeträgerinnen in große Weckerkostüme mit Hüten in Form von Weckerschellen. Die "Weckermädle" wurden weltweit zur Legende.


Nach dem zweiten Weltkrieg folgte die Ära der Junghans Chronographen. Die Bundeswehr suchte nach einer Dienstuhr für ihre Piloten. Junghans reichte den Chronographen mit Handaufzug, aufwändiger Breguetspirale und dem extrem robusten und verlässlichen J88-Werk ein und erhielt den Zuschlag. Hinter dem 14-linigen Kaliber verbarg sich ein vergoldetes Uhrwerk klassischer Bauart welches von 1950 bis 1964 bei Junghans gebaut wurde. Große Erfolge feierte auch das zivile Schwestermodell, das geraume Zeit später auf den Markt kam.


In den 1950er Jahren begann Junghans mit der Entwicklung präziser Chronometer. Schon 1951 war Junghans der größte Chronometerhersteller Deutschlands und 1956 drittgrößter der Welt. Ebenfalls 1956 übernahm Diehl GmbH die Aktienmehrheit 1957 folgte das J83 automatische Chronometerkaliber, das für Sammler heute zu den wichtigsten Junghans Kalibern zählt. Mit seiner weiterentwickelten Schraubenunruh und der attraktiven Feinregulierung gehört das Kaliber in seinen verschiedenen Varianten noch heute zu den schönsten je in Deutschland gebauten Chronometerwerken.


Ebenfalls in den 1950er Jahren hatte Junghans die Idee einen so alltäglichen Gebrauchsgegenstand wie eine Küchenuhr von einem Künstler gestalten zu lassen. Dabei fiel der Name Max Bill. Gemeinsam mit Studenten entwickelte Max Bill die erste Design-Küchenuhr für Junghans. Damit begann die Erfolgsgeschichte. Ab 1961 entwarf Max Bill reduzierte Armbanduhren für Junghans, während das Schramberger Traditionsunternehmen für ihre Zuverlässigkeit sorgte.


Ab der späten 1960er Jahre verschrieb sich Junghans der Entwcklung einer Quarz-Armbanduhr. Doch erst 1970 gelang Junghans die Sensation: Die erste deutsche Quarz-Armbanduhr. Ein neues Kapitel in der Uhrengeschichte war geboren. Aufgrund der aufwändigen Technik kam die Uhr zu einem damals stattlichen Preis von 800 Mark auf den Markt.


Mit den Olympischen Spielen in München 1972 erlangte Junghans weltweite Aufmerksamkeit. Als offizieller Zeitnehmer setzte Junghans neue Maßstäbe in der Zeitmessung. Elektronisch vernetzte Startblöcke, Startkontrollanlagen und Doppellichtschranken ermöglichten die Registrierung, Überwachung und Dokumentation der Start- und Zieleinläufe. Mit dieser Entwicklung war die exakte Zeitmessung der Leistungen im Spitzensport eine objektive, nicht anfechtbare Wertung. Rekorde wurden klar messbar. Verbunden mit den weltweit ersten farbigen Zielfotos auf die Hundertstel Sekunde genau macht sich Junghans einen Namen als Zeitnehmer bei Sportwettkämpfen.


Ab 1985 ging Junghans auch den Weg der funkgesteuerten Tischuhren. Die Abweichung betrug in einer Million Jahre eine einzelne Sekunde. Im Folgejahr - zum 125-jährigem Jubiläum - stellte Junghans die RCS1, die weltweit erste Funkuhr, vor, die ihre Energie über Solartechnologie bezog.

Schon 1990 folgte der nächste Coup. Junghans Ingenieure hatten die Funktechnologie mittlerweile so weit miniaturisiert, dass sie diese in eine Armbanduhr packen konnten. Die Junghans Mega 1 war damit weltweit die erste Funkarmbanduhr. Ihr futuristisches Design erhielt die Junghans Uhr durch FROG Design.


Mit der Jahrtausendwende entwickelte sich die Idee der Multifrequenz-Funkuhr. 2004 wurde es möglich Zeitsignale in verschiedenen Ländern empfangen und die Uhrzeit automatisch umgestellt. Diese Funktion galt aber nicht nur für Europa. Die Sendemasten standen damals in Fort Collins in Colorado für Nordamerika, in Othakadoya bei Tokio bzw. auf dem Berg Hagane für Japan, China und Südkorea.

 

2011 - 150 Jahre Junghans! In Anlehnung an die historischen Meister-Uhren aus den 1930er bis 1960er Jahren wird die Meister-Linie zum Jubiläum neu interpretiert. Die limitierten Jubiläumsmodelle Meister Chronoscope und Meister Crhonometer waren im Rahmen einer bundesweiten Jubiläumstour nur bei ausgewählten Juwelieren erhältlich. Den Höhepunkt des Jubiläumsjahres bildeten mehrere Veranstaltungen am Firmenstandort von Junghans. Am Tag der offenen Tür wurde mit mehreren tausend Besuchern zusammen gefeiert.