Das 1961 gegründete Unternehmen SINN hat sich von Anfang an auf die Herstellung von extrem strapazierfähigen und höchst präzisen Einsatzuhren spezialisiert. Arbmanduhren, die auf die Bedürfnisse von Einsatzkräften in der Luft, am Boden und Unterwasser abgestimmt sind müssen den härtesten Bedingungen trotzen. So hat SINN zahlreiche Verfahren zur Oberlfächenhärtung und Abdichtung von Uhren entwickelt. Heute steht SINN für robuste Uhren im coolen, instrumentellen Look und natürlich für Qualität "made in Germany". Weiterlesen

 

 Hier geht's zur Herstellerseite »

Im Jahr 1961 wurde die Firma "Helmut Sinn Spezialuhren" vom Blindfluglehrer und ehemaligen Kriegspiloten Helmut Sinn in Frankfurt am Main gegründet. Zuerst konzentrierte sich das Unternehmen auf die Herstellung hochpräziser Navigationsborduhren sowie robuster Fliegerchronographen.

Ein Meilenstein der Unternehmensgeschichte war, als der deutsche Physiker und Astronaut Prof. Reinhard Furrer während der Spacelab Mission D-1 im Jahr 1985 die Armbanduhr 140 S von SINN am Handgelenk trug. Damit war bewiesen, das eine mechanischen SINN Automatikuhr selbst unter diesen extremen Bedingungen der Schwerelosigkeit funktioniert. Als eine der wenigen Uhrenmarken weltweit kann SINN also behaupten, eine Uhr zu bauen, die bereits im Weltall erfolgreich im Einsatz war. Die legendäre SINN 140 S wird heute noch in mehreren Varianten gebaut. Im Jahr 1992 fand das Weltraumabenteuer von SINN eine Fortsetzung, als der Astronaut Klaus-Dietrich Flade eine 142 S auf seiner Mission trug. Einen Höhepunkt errreichte das Engagement von SINN in der Raumfahrt mit dem Einsatz der SINN 142 bei der zweiten deutschen Raumfahrtmission D-2, bei welcher der Weltraumchronograph 10 Tage lang ein zuverlässiger Begleiter der Besatzung war. An Bord der Raumfähre Columbia flog die Uhr insgesamt 6,7 Millionen Kilometer und bewältigte 160 Erdumrundungen.

Im Jahr 1994 übernahm der diplomierte Ingenieur Lothar Schmidt das Unternehmen. Dies kam einer Neugründung gleich, weil Schmidt die Firma technologisch und strategisch neu ausrichtete - fortan war SINN unter dem Namen "Sinn Spezialuhren GmbH" bekannt.

Kurz darauf stellte SINN mehrere Innovationen vor: Eine Uhr aus 22 karätigem Gold, die trotzdem so hart war wie Edelstahl und die bis heute in Taucheruhren verwendete Ar-Trockenhaltetechnik. Die Ar-Trockenhaltetechnik, die erstmals in der Taucheruhr 203 Ti Ar zum Einsatz kam, verlangsamt Alterungsprozesse im Inneren der Uhr. Dadurch bleibt die Funktion des Werkes länger erhalten und die Uhr läuft bei raschen Temperaturwechseln nicht an. Die Ar-Trockenhaltetechnik wurde in weiterer Folge nochmals verbessert, sodass die Uhren einem Temperaturbereich von -45 bis +80 Grad Celsius standhalten. Mit der HYDRO Technologie stellte SINN eine Technik vor, die absolute Beschlagssicherheit, Druckfestigkeit für jede erreichbare Tauchtiefe (!) und optimale Ablesbarkeit unter Wasser aus jedem Winkel gewährleistet.

Seit dem Jahr 1997 stellt SINN seine Serie der Einsatzzeitmesser (kurz EZM) her. Diese außergewöhnlichen Uhren sind für die Einsätze polizeilicher Sondereinheiten konzipiert und auf perfekte Ablesbarkeit und Zeitmessung hin optimiert.

Mit der Frankfurter Finanzplatzuhr stellte SINN im Jahr 1998 eine businesstaugliche Modellreihe an den Start, die erstmals den Schriftzug "Frankfurt am Main" stolz am Zifferblatt trug.

Anfang der 2000er Jahre stellte SINN erneut innovative Technologien vor: Bei der DIAPAL-Technologie werden Materialpaarungen eingesetzt, die eine Schmierung unnötig machen und eine dauerhafte Funktion der Uhr ohne Öl gewährleisten. Die TEGIMENT-Technologie ist eine spezielle, von SINN entwickelte, Oberflächenhärtung für Edelstahl und schützt gegen das Verkratzen.

SINN Uhren scheuen keinen Härtetest. So wurden SINN Taucheruhren als erste der Branche nach der Europäischen Tauchgerätenorm EN205 und EN 14143 zertifiziert. Mit der Entwicklung eigener Uhrwerke und der Verwendung innovativer Materialien (wie U-Boot-Stahl) beweist SINN immer wieder, dass die Innovation nicht stehen bleibt. Immer wieder nehmen SINN Uhren an Härtetests teil und werden ausgezeichnet (etwa wiederholt mit der Goldenen Unruh).

Im Jahr 2012 sorgte SINN für Aufhorchen, als das Unternehmen gemeinsam mit der Fachhochschule Aachen den ersten "Technischen Standard Fliegeruhren" (kurz TESTAF) vorstellte. Bisher waren Fliegeruhren eher ästhetisch definiert und Sinn ging hier neue Wege, indem sie für die zeitgemäßen technischen Anforderungen an eine Fliegeruhr eine Norm entwickelte. Kurz darauf stellte SINN die ersten TESTAF-zertifizierten Fliegeruhren der Welt vor.

Doch SINN bleibt nicht stehen: Ende 2016 soll ein neues Zentrum für die Forschung und Produktion in Frankfurt-Sossenheim bezogen werden.