Die Geschichte der Longines Uhren begann bereits 1832 in Saint-Imier. Die technischen Forschungsarbeiten von Longines wurden durch zahlreiche Preise und Auszeichnungen belohnt, die das Unternehmen zur „meistprämierten Marke“ an internationalen Ausstellungen machten: Bis zur Weltausstellung von Barcelona 1929 gewann das Unternehmen nicht weniger als 10 Grand Prix.

Der Drang zu Innovationen und dem einzigartigen Preis-Leistungs-Verhältnis machen Longines Uhren zu den begehrtesten Armbanduhren weltweit. Weiterlesen

 

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1832 von Auguste Agassiz, dem Bruder des berühmten Naturforschers Louis Agassiz und zwei Partnern in Saint-Imier gegründet, produziert Longines erst Taschenuhren mit Spindelhemmung, die im Allgemeinen den in der Schweizer Uhrenindustrie produzierten Systemen ähneln.

 

Ab 1846 übernahm Agassiz die Leitung der Uhrmacherwerkstatt. Aufgrund familiärer Kontakte in Amerika war zu dieser Zeit Longines international, insbesondere jenseits des Atlantiks, sehr erfolgreich.

 

1867 weihte Longines die Fabrik an einem Ort namens „Les Longines“ (die „länglichen Wiesen") “in Saint-Imier ein und stellt im gleichen Jahr das erste Uhrwerk, das 20A, her. Dieses 20-Linien-Kaliber war mit Ankerhemmung, Bügelaufzug und Zeiteinstellungsmechanismus ausgestattet Das Uhrwerk wurde bei der Weltausstellung 1867 in Paris mit einem Preis ausgezeichnet.

Anlässlich der Weltausstellung in Philadelphia reiste Jacques David, technischer Direktor von Longines in die USA. Im Allgemeinen galt sein Bericht darüber als Auslöser für die Industrialisierung der Schweizer Uhrenherstellung. Dank der Intuition von Francillon und der Bemühungen von David wurde Longines damit zum Pionier der Mechanisierung der Uhrenproduktion.

Ab 1878 stellte Longines Chronographenuhrwerke her. Das Kaliber 20H wurde von Alfred Lugrin patentiert und war das erste von Longines hergestellte Instrument zur Kurzzeitmessung.

Nachdem die Grundlagen für ein Produktionssystem mit Werkzeugmaschinen gelegt waren, engagierte sich Longines im Bereich der Präzision und entwickelt das erste beglaubigte Uhrwerk für Chronometer, das Kaliber 21.59. Es beruht auf einem 1878 entwickelten Kaliber zur Verbesserung der Ganggenauigkeit.

Ab 1889 galt die Marke inklusive Logo als geschützt. 1893 bestand ein weltweiter Schutz für Marke und Logo mit Hinterlegung im Internationalen Büro für Geistiges Eigentum, dem Vorläufer der WIPO. Longines ist dmait die älteste, unveränderte und noch aktive beim WIPO angemeldete Marke.

 

Schon bei der Weltausstellung in Paris 1900 folgte die nächste Auszeichnung: Longines gewann den Grand Prix der Taschenuhr namens "La Renommée", die mit dem Chronometer Kaliber 21.59 ausgestattet war.

 

Longines entwickelte 1913 sein erste Kaliber für eine Armbanduhr mit Ein-Drücker-Chronographen. Dieses hochwertige Uhrwerk mit einem Durchmesser von 29 Millimeter ist mit einem sofortigen 30-Minuten-Zähler ausgestattet und geht auf die Einstel-Sekunde genau.

 

1919 wurde Longines zum offiziellen Lieferanten der Internationalen Aeronautischen Vereinigung. Longines entwickelte speziell hochgradig zuverlässige Hochpräzisions-Navigationsinstrumente für die Pioniere der Luftfahrt und maß, insbesondere mit Hilfe des Longines Direktors in den Vereinigten Staaten, John P. V. Heinmuller, die von diesen Abenteurern aufgestellten Rekorde.

 

Während der 1920er Jahre entwickelte P. van Horn Weems, Kommandant der U.S. Navy, das „Weems System of Navigation“, eine Serie von Navigationsinstrumenten, auf deren Grundlage er in Zusammenarbeit mit Longines eine Uhr mit drehender Scheibe konzipierte, die dem Benutzer die sekundengenaue, für die Navigation unabdingbare Synchronisierung mit einem GMT-Signal ermöglicht: Die Longines Weems Second-Setting Watch. 1935 wurde für diesen Präzisionszeitmesser ein Patent angemeldet.

 

Das Jahr 1936 brachte die Einführung des legendären Armbandchronographen Kaliber 13ZN, der in mehreren Ausführungen produziert wurde, mit einem oder zwei Drückern, einem halbaugenblicklichen 30-Minuten-Zähler oder einem kontinuierlichen 60-Minuten-Zähler. Es war eines der bemerkenswertesten Kaliber in der Geschichte von Longines, für das das Haus ein Patent einreicht.

Ab den 1950er Jahren betätigte sich Longines auch in der Welt der Quarzuhren und brachte 1954 seine erste Quarzuhr auf den Markt.  Das Zeitmessinstrument "Chronocinégines" enthielt eine 16 mm Kamera, die mit einer Quarzuhr gekoppelt war. Es lieferte den Schiedsrichtern einen Filmstreifen mit Klischees, die 100 Bilder pro Sekunde belichteten und anhand derer die Bewegungen der Sportler beim Überqueren der Ziellinie verfolgt werden konnten.

 

Im Rahmen von Forschungsarbeiten zur Elektronik- und Quartztechnologie konnte Longines ab 1965 ein elektronisches Gangwerk auf Quarzbasis, das Kaliber 800, entwickeln, mit dem Bord-Chronometer ausgestattet waren.
Das Präzisionsniveau dieses Messinstruments eröffnete ganz neue Perspektiven und übertraf die Rekorde der mechanischen Instrumente in den Observatorien.

 

Doch dem noch nicht genug. 1969 wurde das Ziel einer "Ultra-Quarzuhr" erreicht, mit dem Kaliber L6512 brachte Longines das erste Kybernetik-Quarzwerk für eine Armbanduhr auf den Markt .

 

1979 stellte Longines eine mit 1,98 mm extrem flache Quarzuhr vor. Als erster Präzisionszeitmesser unter 2 mm entsprach dieses extrem feine Kaliber der Entwicklung einer spezifischen Technologie. Diese Feuille d'Or (Goldenes Blatt) getaufte Uhr gilt als technische Meisterleistung.

 

1982 wurde Longines erstmals offizieller Zeitnehmer aller Grand-Prix-Rennen der Formel 1 für die Dauer von 10 Jahren. Dem setzte Longines 1985 noch eines drauf und wurde offizieller Zeitnehmer aller von der Fédération Internationale de Gymnastique (FIG) organisierten Wettkämpfe der Sportgymnastik.

 

Das heute weltberühmte Longines Museum wurde zum 160jährigen Bestehen des Unternehmens und 125-Jahr-Jubiläum der Marke im Jahr 1992 eingeweiht. Bis heute können sich Besucher am Firmensitz in Saint-Imier über die Geschichte von Longines informieren.

 

Mit der Jahrtausendwende widmete sich Longines wieder vermehrt mechanischen Uhren. So widmet sich die 2005 ins Leben gerufene Master Collection ausschließlich der Geschichte Longines und mechanischen Uhren hauptsächlich mit Automatikaufzug.